Prüfung am Bestand
Zugluftquelle und Dichtungsgeometrie bestimmen
Das vorhandene Dichtungssystem vermessen, die tatsächliche Undichtigkeit lokalisieren und den Flügel nach dem Profilwechsel funktionsgerecht abstimmen.
- Dichtung auf Elastizität, Risse, Schrumpfung und Farbreste prüfen
- Nutgeometrie, Fußbreite, Profilhöhe und Eckausbildung erfassen
- Luft- oder Feuchteeintritt von angrenzenden Bauteilen abgrenzen
- Altes Profil schonend entfernen und Dichtungsnut vorbereiten
- Schließkraft und gleichmäßige Anlage nach der Erneuerung testen
Universalprofile sind selten eine saubere Lösung
Ist das Ersatzprofil zu hoch oder zu steif, steigt die Belastung für Griff und Beschlag. Ist es zu niedrig, fehlt der Kontakt. Querschnitt und Rückstellvermögen müssen zur Nut und zum verfügbaren Falzraum passen.
Kondensat ist nicht automatisch eine Undichtigkeit
Feuchtigkeit auf der raumseitigen Scheibe kann durch Raumklima und Oberflächentemperatur entstehen. Wasser zwischen den Scheiben, am Glasrand oder am Wandanschluss hat andere Ursachen und wird getrennt beurteilt.
Witterung in exponierten Lagen berücksichtigen
An frei liegenden Fassaden, etwa auf den südlichen Ruhrhöhen, wirken Wind und Schlagregen anders als in geschützten Innenhöfen. Dichtungszustand, Entwässerung und Anschluss müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Temperaturunterschiede und exponierte Fassaden können ein Fehlerbild verstärken. Trotzdem werden Flügellage, Anpressdruck und Anschluss geprüft, bevor ein Profil ausgewählt wird.
