Prüfung am Bestand
Erhaltungswert und technische Funktion zusammenführen
Erhaltenswerte Fenster nach Bauteilen untersuchen und Reparatur, Teilsanierung sowie Austausch anhand des tatsächlichen Zustands abwägen.
- Holz, Kunststoff oder Metall auf Risse und Verformung untersuchen
- Oberflächenzustand und besonders belastete Anschlussbereiche erfassen
- Beschlagfunktion, Befestigung und Ersatzteillage prüfen
- Dichtung, Glasfalz und vorhandene Verglasung beurteilen
- Erhaltbare Komponenten und notwendige Eingriffe getrennt darstellen
Historische und jüngere Fenster brauchen andere Konzepte
Holzfenster in Werden, Kettwig oder der Margarethenhöhe können konstruktive und gestalterische Besonderheiten besitzen. Bei jüngeren Kunststoffsystemen stehen dagegen häufig Beschlag, Dichtung und Ersatzteilzuordnung im Vordergrund.
Schadenstiefe am Rahmen feststellen
Eine matte Oberfläche ist anders zu bewerten als tiefe Feuchte- oder Materialschäden. Besonders untere Querhölzer, Eckverbindungen, Glasfalz und Anschlusszonen werden auf Substanz und Tragfähigkeit geprüft.
Komplettaustausch sachlich abgrenzen
Wenn wesentliche Rahmenbereiche nicht mehr tragfähig sind oder eine sichere Funktion nicht hergestellt werden kann, kann eine Sanierung unverhältnismäßig werden. Umgekehrt rechtfertigt ein einzelnes verschlissenes Bauteil nicht automatisch den Austausch des ganzen Fensters.
Gründerzeitliche Häuser, Werkssiedlungen und spätere Umbauten können am selben Gebäude verschiedene Fensterstände zeigen. Deshalb wird jedes Element nach Substanz und Funktion bewertet.
