Prüfung am Bestand
Glasaufbau und Einbausituation exakt aufnehmen
Beschädigte oder dauerhaft blinde Verglasungen konstruktionsgerecht ersetzen und das vorhandene Fensterelement dabei möglichst erhalten.
- Schaden, Glasleisten, Flügel und Rahmenzustand untersuchen
- Scheibenanzahl, Gesamtdicke, Abstandhalter und Beschichtungen erfassen
- Glasmaße und erforderliche Falzluft am Element bestimmen
- Anforderungen an Wärme-, Schall- oder Sicherheitsfunktion klären
- Verglasung einsetzen und Flügelfunktion anschließend kontrollieren
Blindes Isolierglas eindeutig erkennen
Befindet sich Feuchtigkeit dauerhaft zwischen den Scheiben, ist in der Regel der Randverbund des Isolierglases betroffen. Raumseitiges Kondensat wird davon unterschieden, weil es andere Ursachen und Maßnahmen hat.
Mehr als Länge mal Breite
Für eine passende Austauschscheibe zählen neben den Außenmaßen auch Dicke, Scheibenaufbau, Beschichtung, Abstandhalter und gegebenenfalls Sicherheitsanforderungen. Ein Foto liefert diese Daten nicht zuverlässig.
Das zusätzliche Gewicht berücksichtigen
Ein veränderter Glasaufbau kann das Flügelgewicht erhöhen. Deshalb werden Tragfähigkeit von Bändern und Beschlag sowie der verfügbare Glasfalz geprüft, bevor eine andere Verglasungsart festgelegt wird.
Auch bei gemischtem Gebäudebestand in Essen gilt: Ein reiner Scheibentausch ist nur sinnvoll, wenn Flügel, Rahmen und Glasleisten die neue Verglasung sicher aufnehmen.
